Autorin Helena Baum hat uns während der vorletzten Meerschreibzeit auf Instagram kontaktiert – sie hatte die Fotos gesehen, war hellauf begeistert und hat sofort geschrieben: „Das nächste Mal bin ich dabei!“
Das war sie – und hat die Gruppe nicht nur mit ihrer herzlichen und lustigen Art, sondern auch noch mit einem Abend systemische „Figurenaufstellung“ bereichtert.
Nun kommt ihr Buch „Dieses eine Leben heraus“, das sie während der Meerschreibzeit beendet hat. Und es hat ein Meerbild auf dem Cover!

Titel: Dieses eine Leben
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 27.02.2026
Vita:
Helena Baum, geb. 1963 (bürgerlich Sylke Richter, geb. Baum) ist systemische Einzel- Paar-und Familientherapeutin und Autorin.
Sie lebt und arbeitet die meiste Zeit in Nordfriesland und immer wieder in Berlin und auf Kreta. Da ihre Tochter und Familie in Portland/Oregon leben, ist auch Portland ein Zuhause geworden.
Unter ihrem bürgerlichen Namen schreibt sie Fachbücher und Fachartikel, vorrangig zu paartherapeutischen Themen, ihrem Spezialgebiet.
In ihren Romanen verbindet sie psychologische Tiefe und Humor mit erzählerischer Leichtigkeit. Auch bei schwierigen Themen (z.B. „Mensch Junge“) tragen eine lebensbejahende Grundhaltung und die Liebe zu Menschen durch die Geschichte.
Klappentext von „Dieses eine Leben“
Sie haben sich geliebt.
Sie haben sich verloren.
Zehn Jahre Ehe, zwei Kinder, ein funktionierender Alltag. Und eine Beziehung, die längst aufgehört hat, sich lebendig anzufühlen. Für beide wird es immer schwieriger der Frage auszuweichen: War das alles, oder kommt da noch etwas?
Als Ella den Stillstand nicht mehr erträgt und Jasper einer Paartherapie zustimmt, geraten sie in Bewegung. In den Gesprächen beim Therapeuten geht es nicht um ein Happy End um jeden Preis, sondern um Wahrhaftigkeit. Um Nähe, die wehtut. Um das, was zu länge verdrängt wurde, und das Schweigen, das sich längst zwischen ihren Körpern eingerichtet hat.
Ein Roman über die Liebe.
Über Intimität, Selbstverlust und den Mut, sich nicht länger zu verstecken. Und über das eine Leben, das keinen Probedurchlauf kennt.
10 Fragen an die Autorin Helena Baum
Was bedeutet dir dieses Buch?
Die Paare, mit denen ich therapeutisch arbeite, inspirierten mich immer wieder, endlich mal eine reine Beziehungsstory zu schreiben. Über Liebe, Paartherapie, zweite Chancen und den Mut, sich zuzumuten. Das Buch bedeutet mir viel. Ich habe es einem Paar gewidmet, das sehr um eine zweite Chance gekämpft hat. Über lange Strecken im Therapieprozess war nicht absehbar, ob sie es schaffen, wieder zueinanderzukommen- oder nicht. Und ich habe mit jeder Welle, durch die sie getaucht sind, mitgefiebert.
Ich bin immer wieder berührt, was Liebe so bewegen kann. Die Liebe und ein klares Ja zum anderen/zur anderen.
Ist dir das Schreiben leichtgefallen oder war es ein schwerer Prozess?
Sagen wir mal, es war langwierig, weil ich so undiszipliniert war. Mal habe ich nur zwei Zeilen geschrieben, dann wieder zwei Kapitel und dann auch Monate gar nichts – einfach, weil Sommer war oder mein Kater gerade auf meinem Schoß saß, als ich doch den Laptop schon in der Hand hatte.
Was hast du in der Meerschreibzeit daran gemacht? Wie weit war dein Projekt schon?
Mein Ziel für die Meerschreibzeit war, das Buch zu Ende zu schreiben. Es fehlten noch ca. vier, fünf Kapitel. Das habe ich geschafft, da ich endlich mal Zeit und Muse hatte, mehrere Stunden am Stück zu schreiben.
Was hat deine Kreativität besonders in Schwung gebracht?
Der Austausch mit den anderen Autorinnen, die kleinen Übungen durch die Coaches und besonders das Kick-off Gespräch mit den Coaches (was ist die weibliche Form?), das hat die Geschichte noch mal gedreht. Ein Kapitel, welches ich zwischendrin schreiben wollte, ist nun das letzte Kapitel geworden. Dramaturgisch passt es so besser.
Wie wichtig ist dir Austausch während des Schreibprozesses?
Mir war der Austausch sehr wichtig. Nicht nur über meine Story zu reden, sondern auch von den anderen zu hören, woran sie gerade schreiben, was flutschte, was stockte.
Was brauchst du, um richtig produktiv schreiben zu können?
Austausch, einen Schreib-Buddy am liebsten, habe ich aber noch nicht gefunden. Meistens muss mein Mann dafür herhalten.
Und einer meiner Tricks ist, wenn ich schreibe, mitten im Satz aufzuhören, sodass ich am nächsten Tag-oder nächsten Monat, wenn ich weiterschreibe, sofort weiterschreiben kann. Ich weiß natürlich, wie der Satz enden muss.
Konntest du in Tunesien mit anderen in einem Raum schreiben?
Die Stimmung im Schreibsaal in Tunesien war magisch. Hochkonzentrierte Schreibende, Ruhe wie in einer Bibliothek, ein Lächeln, wenn sich zufällig Blicke trafen.
Pausen auf der Terrasse.
Besser geht es nicht.
Wie ging es nach der Meerschreibzeit weiter?
Nach der Meerschreibzeit war ich hochmotiviert, den Feinschliff zu machen und das Buch zur Veröffentlichung feinzuschmirgeln. Ende Dezember habe ich es ins Lektorat gegeben und tada- jetzt ist es ausgehfein.
Das möchte ich noch ergänzen:
Ich hoffe, die Meerschreibzeitwochen wird es noch lange geben. Das war meine beste Entscheidung letztes Jahr, diese zwei Wochen bei euch zu buchen.
Danke, liebe Helena!
Wir freuen uns auch riesig, dass du dabei warst! Und natürlich wünschen dir und dem Buch viel Erfolg!

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